Rezension zu "PRIA" von Lilly Panther

Klappentext:

WEM KANNST DU TRAUEN, WENN NICHTS IST, WIE ES SCHEINT?

Als eine Frau in ihren Armen stirbt, findet Prias süßes Leben als Regierungsangestellte jäh ein Ende. Heimlich beginnt sie, Nachforschungen anzustellen – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich begibt. Schon bald fühlt sie sich verfolgt, doch niemand glaubt ihr, nicht einmal ihr bester Freund Peter. Einzig Rona – geheimnisvoller, cooler Mädchenschwarm – scheint ihr zu glauben. Doch er ist einer der gefürchtetsten Jäger, der für die Regierung tötet… 



Verlag: Selfpublisher Lilly Panther
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2015
Seiten: 2397 KB (300 Seiten)
Genre: Dystopie
Preis: 0,99€ auf Amazon



Inhalt:

Nachdem ihre Eltern gestorben sind, ist Pria ins Heim gekommen, dort ist sie schnell durch ihre Neugier aufgefallen. Jetzt ist Pria Analytikern für das System. Ihr bester Freund Peter auch. Peters bester Freund ist Rona. Einer der angesehensten Jäger des Systems, wenn nicht der Angesehenste. Die Jäger kümmern sich um die um die Leute mit 'Sonderstatus'. Die die sich nicht an die Regeln des Systems gehalten haben und eliminiert werden müssen. Strafe muss sein, meint Peter, doch Pria ist da anderer Meinung. Als sie von einer Frau mit Sonderstatus wichtige Informationen bekommt, beginnt sie nach zu forschen. Dabei kommen sie und Rona sich näher...


Meine Meinung:

Mit 'Pria' hat Lilly Panther einen dystopischen Roman geschrieben, der bis jetzt nur gute Lesermeinungen geerntet hat. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Ich erwähne das gleich am Anfang um nochmal klar zu stellen, dass das Buch trotz meiner Kritikpunkte bei Anderen gut angekommen und somit trotzdem einen Blick wert ist.

Also erst mal das Positive: Das dystopische System in diesem Buch hat mir gut gefallen. Einerseits ist es sehr typisch, indem es Regeln aufstellt die es zu befolgen gilt und diejenigen bestraft, die eben dies nicht tun. Und andererseits versucht es auch die Fehler zu vermeiden an denen andere Systeme vorher gescheitert sind. Sie versuchen ihren Bürgern auch etwas zu bieten. Mit einem gläsernen, delphinähnlichen Schwimmbad in dem man sich gut sonnen kann, mit einer neuen Eissorte, fliegenden Robo-Hunden und verrückten Friseuren. Außerdem gilt in diesem System das Prinzip der totalen Überwachung, aber es scheint niemanden zu stören. Überall Kameras und fast keine toten Winkel, aber die Leute gehen weiter fröhlich ihrem Leben nach. So lange sie zur Sperrstunde in ihren Häusern sind, fühlen sie sich sicher. Denn das ist es, was ihnen das System bietet: Sicherheit und Ordnung. Das ist meiner Meinung nach doch ziemlich gut rüber gekommen.

Auch die Protagonistin Pria war mir sehr sympathisch. Mit ihrem bunten Gewändern, ihren auffallend, feuerroten Haaren und ihrem spritzigen Gemüt. Sie ist keine total langweilige Analytikerin, sondern eine aufgeweckte Frau, die Informationen gut verarbeiten und verbinden kann. Als Leser nehmen wir alles aus ihrer Sicht war und tauchen dabei auch in ihre Gedankenwelt ab. Besonders als Frau fühlt man sich da irgendwie gut verstanden und kann ihre kleinen und größeren Problemchen ganz gut nachvollziehen. Man merkt der Autorin an, dass sie aus dem Chick Lit kommt, was keines Wegs negativ sein muss.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gibt dem Leser die Chance sich voll und ganz auf das Geschehen im Buch zu konzentrieren. Der Humor zwischen den Zeilen hat mich das ein oder andere mal schmunzeln lassen und alles in allem, konnte ich mir die Welt mit ihren verrückten Gebäuden und dem bunten Kleidungsstil, sehr gut vorstellen. Hier gibt es von mir auch nochmal ein extra Punkt für Kreativität. Bei den besonderen Räumen und den Cat-Suits hat die Autorin sich nämlich so einiges einfallen lassen ;)

Kommen wir nun zu den Sachen, die mir weniger gut gefallen haben. Eben habe ich erwähnt, dass man sich voll und ganz auf das Geschehen konzentrieren kann, das Problem hierbei ist aber: es passiert auf 300 Seiten doch recht wenig. Als ich das Buch angefangen habe, bemerkte ich sofort, dass es aufgebaut ist, wie ein typischer Reihenanfang. Die Welt und die Charaktere werden lange vorgestellt bis dann etwas passiert, dass die eigentliche Handlung einleitet. Nur leider ist das wirklich erst in der Hälfte des Buches gesehen. Vorher wartet man und wartet, es passieren kleine Dinge, aber nichts unglaublich spannendes. Das zieht sich dann leider auch nach dem besagten Ereignis weiter. Insgesamt passiert in dem Buch wirklich wenig und da ich aus zuverlässiger Quelle(ich hab die Autorin gefragt) weiß, dass es keinen zweiten Teil geben wird, ist das meiner Meinung nach zu wenig Handlung. Ich hätte mir da gern mehr Tiefe und vielleicht auch mehr Action gewünscht.

Leider war die wenige Handlung dann auch sehr oft vorhersehbar. Man wurde als Leser, besonders wenn man schon einiges aus diesem Genre gelesen hat, nur sehr selten überrascht. (Das ein oder andere mal, war ich sogar recht verwirrt, hab dann aber einfach weiter gelesen.) Es scheint mir so, als läge die Autorin weniger Wert auf den dystopischen Kern der Geschichte als auf die Liebesbeziehung bestimmter Charaktere. Und auch die, war dann doch sehr vorhersehbar.


Fazit:

Pria ist ein dystopischer Roman bei dem das Element Liebe im Vordergrund steht. Mit sympathischen Charakteren, einem guten Schreibstil und einer Priese Humor erzählt die Autorin von einem System dass bei Regelverstößen hart durchgreift, aber dennoch für das Wohl der Bevölkerung sorgt. Leider erzählt sie doch nur sehr wenig, auf den 300 Seiten kommt nur selten Spannung auf und die Handlung kommt nur schleppend bis gar nicht voran. Obwohl dass Ende es vermuten lässt, ist bis jetzt kein zweiter Teil in Sicht. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt und mal wieder Lust auf eine Liebesgeschichte, vielleicht mit einem dystopischen Hintergrund hat, der kann ja mal einen Blick wagen. Mir hat das Buch aber nicht so gut gefallen und deswegen bekommt es 2 von 5 Sternen.

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