Rezension zu "Die Känguru-Chroniken" von Mark-Uwe Kling


Klappen-text:

Marc-Uwe Kling lebt mit einem Känguru zusammen. Das Känguru ist Kommunist und steht total auf Nirvana. Die Känguru-Chroniken berichten von den Abenteuern und Wortgefechten des Duos. Und so bekommen wir endlich Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit: War das Känguru wirklich beim Vietcong? Und wieso ist es schnapspralinensüchtig? Könnte man die Essenz des Hegelschen Gesamtwerkes in eine SMS packen? Und wer ist besser: Bud Spencer oder Terence Hill? 











Inhalt:

Mark-Uwe Kling ist Kabarettist, Sänger und jetzt auch noch Autor. Auf die Idee zu seinem neusten Beruf ist er gekommen, als ein Känguru vor seiner Tür stand und dann plötzlich bei ihm einzog. Der kommunistische Hüpfer und er wurden schnell die besten Freunde und erlebten zusammen so viel komisches, dass Kling entschieden hat, all das fest zu halten. Wortwitz, Gesellschaftskritik, Schnapspralinen und noch einiges mehr, erwartet euch in den Känguru-Chroniken.



Meine Meinung: 

 Schon seit einiger Zeit steht das grüne Buch, mit den kleinen Fotos auf dem Cover, in meinem Regal und wartet darauf gelesen zu werden. Ich bin überaus froh darüber, dass bis jetzt nicht getan zu haben. Das klingt wie vernichten Kritik gleich am Anfang der Rezension, aber ich versichere euch, dass dem nicht so ist. Ganz im Gegenteil! Das Hörbuch zu der Känguru-Chronik hat mir unglaublich gut gefallen. Und ich empfehle euch allen zuerst eben dieses zu hören und danach das Buch zu lesen. Denn Mark-Uwe Kling bringt das was er beim schreiben gedacht hat, in dieser wunderschönen Live-Lesung wirklich gut rüber. Als Leser hätte man die freundliche Nachbarin sicher anders gesehen und auch das Känguru hätte ich mir nie so vorgestellt, wie Kling es gelesen hat. Klar, inhaltlich bleiben die Witze und Pointen gleich, aber es ist noch viel lustiger wenn der Autor selbst die Witze so liest, wie er sie auch geschrieben hat. Das Buch hat dann mehr den Nachlesefaktor, deshalb werde ich in meiner Rezension auch mehr auf das Hörbuch eingehen.

Wie eben schon erwähnt ist dieses Hörbuch eine Live-Lesung mit Lachern und Applaus. Nichts was einen stören könnte und natürlich in sauberer Qualität. Mark-Uwe Kling hat eine geübte Stimme, liest daher sehr flüssig und mit angemessener Betonung. Mit verschiedenen Stimmen schlüpft er in die Rolle des Kängurus, der nicht ganz so femininen Nachbarin und der ebenfalls etwas abgehärteten Barkeeperin Herta, um nur einig zu nennen. Alles in allem hat mir die Qualität des Hörbuches sehr gut gefallen und Kling als Sprecher ist einfach genial. Man merk ihm seine Poetry-Slam Erfahrung an. 

 Rein inhaltlich hat mir dieses Buch ebenfalls sehr gut gefallen. Es ist aufgebaut wie ein Tagebuch mit einzelnen Szenen die keinen direkten Zusammenhang haben, aber wiederkehrenden Objekten. Man sollte die Kapitel also in der richtigen Reihen folge lesen oder hören um alles zu verstehen. Auch die beiden Folgeteile "Das Känguru-Manifest" und "Die Känguru-Offenbarung" können einzeln gehört werden, sind aber besser zu verstehen und vor allein Dingen lustiger, wenn man zuerst "Die Känguru-Chronik" gehört und sich ein bisschen Vorwissen angeeignet hat. 

Die verschiedenen Themen die im Buch angesprochen werden von Rassismus, über Flüchtlingspolitik, Rechtsextremismus und Ausbeutung bis hin zu den Problemen von Kleinkünstlern sind verständlich gemacht und witzig verpackt. Ich würde sogar sagen, dass man bei diesem Hörbuch durchgehend lachen muss. Was natürlich nur ein Vorteil sein kann ;)

Fazit:

Mit dem Känguru hat Kling ein wirklich sympathischen Charakter erschaffen, der dem Leser sofort ans Herz wächst. Man freut sich auf die täglichen kleinen Abenteuer der Beiden und auf was für verrückte Idee sie als nächstes kommen. Mit viel Humor nehmen sie sich den Problemen unserer Gesellschaft an und bringen sogar Lösungsvorschläge. In wie fern diese sinnvoll und vertretbar sind, darf jeder selbst entscheiden. Meine Empfehlung: Erst das Hörbuch! Aber auf jeden Fall irgendwie lesen oder hören. Wirklich lustig^^


 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu "Der Drache hinter dem Spiegel" von Ivo Pala

Hallo meine Freunde^^

Rezension zu "Wien, Stadt der Vampire" (New Steampunk Age 1#) von Fay Winterberg (aka Grit Richter)