Rezension zu " Der Märchenerzähler" von Antonia Michael

Vorderseite mit Umschlag
Vorderseite ohne Umschlag





Rückseite ohne Umschlag

Klappentext:

Seine Lippen waren kalt wie Schnee,
aber jenseits der Lippen lag Wärme von samtenem roten Stoff auf dem nächtlichen Deck des Schiffes. Sie spürte seine Zunge und dachte an den Wolf. Und wenn es war ist? Ein Genickschuss und ein tödlicher Biss in den Nacken. Alles stimmt. Und wenn ich einen Mörder küsse?

Anna und Abel - eine Liebe, die über alle Zweifel siegt und in der das Unmögliche möglich ist.


Verlag: Oetinger Verlag
Buchtrailer: *Klick*
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Seiten: 446 Seiten ohne Quellenangabe
Genre: Jugendbuch - Thriller
Preis: 16,95€ bei Amazon / Buecher.de

--Inhalt--

Anna ist fast 18, macht bald ihr Abi und lebt in einer heilen Welt. Sie lernt Abel kennen, der auf ihrem Schulhof Drogen verkauft und in einem Plattenbau allein auf seine Schwester aufpassen muss. Sie will mehr über ihn heraus finden und folgt ihm. Dabei hört sie, wie er seiner kleinen Schwester Micha ein Märchenerzählt. Die drei freunden sich an und bald erzählt Abel auch ihr das Märchen. Die Figuren im Märchen scheinen auch in der Realität zu existieren, ebenso wie alles andere in der Geschichte. Es entwickelt sich etwas, das Anna nicht kontrollieren kann, Menschen werden verletzt, sterben sogar. Und es passieren noch andere Dinge, schlimmere, Dinge die nie verziehen werden können. Doch in der Liebe ist alles möglich...


--Meine Meinung--



Nicht unbedingt ein Jugendbuch, aber ein tolles Buch!

Ich habe ja schon viel Gutes über Antonia Michaeles gehört, aber jetzt kann ich selbst etwas gutes sagen. Diese Autorin schreibt traumhaft. Es ist als würde jedes Wort seinen verdienten Platz haben. Alles ist so schön beschrieben, so poetisch. Jedes Wort ist wichtig, jedes Wort ist wunderbar. Die Frau hat's einfach drauf!

Ich würde dieses aber Buch nicht jedem Jugendlichen empfehlen, da es sehr zum nachdenken anregt und zwar über Themen über die sich 12-15 jährige vielleicht noch keine Gedanken machen. Für normale Jugendliche könnte dieses Buch etwas zu schwere Kost sein. Es beschäftigt sich mit den Problemen die man als Teenager hat. Es um das Verhältnis zwischen Arm und Reich, um Drogen, um das erste Mal und um Liebe. Liebe die alle Grenzen durchbricht, aber nicht unbedingt ein Vorbild für die Jugend ist. Die erste Liebe ist immer sehr schön, keine Frage. Aber wer bleibt heut zu Tage für immer mit seiner ersten Liebe zusammen? Und verzeiht sogar Dinge, die nicht so einfach zu verzeihen sind?

Die Charaktere sind super. Super beschrieben, wenn auch etwas sehr klischeehaft, man kann sich super in Anna hinein versetzen und man wird angesteckt. Mit Trauer, Nervosität und anderen Emotionen. Klischeehaft werden die Leben der Personen dargestellt. Der arme Abel mit seiner Alkohol kranken Mutter, seinen kaputten oder ausgetragenen Klamotten in einem Plattenbau. Und Anna mit einer perfekten Familie, genug Geld zum Leben, blauer Luft und guten Freunden. Aber das stört nicht. Es macht den Unterschied zwischen Anna und Abel nur deutlicher. Ich habe während des Lesens, eine große Sympathie für die beiden entwickelt. Ja vielleicht sogar ein bisschen Verständnis. Ich habe auch nach dem Lesen, zuvor noch nie so sehr viel über ein Buch nachgedacht. Aber dazu später.

Ich kann diesem Buch ein weiteres Plus geben. Denn normalerweise ist es so, dass wenn ich schon ab ca. der Hälfte weiß, wie das Buch endet, ich dann schon keine Lust mehr habe zu lesen, weil man alles vorhersehen kann. Bei diesem Buch war das nicht so. Man weiß ab der Hälfte oder auch etwas später, wie das Buch endet. Oder man hat seine genaue Vermutung. Also nicht das genaue Ende, aber man weiß schon, wer was getan hat. Das war bei dem Buch aber gar nicht so schlimm. Da man wie eben erwähnt eine große Sympathie gegenüber bestimmten Personen entwickelt, wehrt man sich insgeheim dagegen, dass es so endet.

Nach dem ich das Buch gelesen hatte, war ich sehr aufgewühlt. Ich hatte das Bedürfnis mit jemandem über das Geschehen zu sprechen, und mich auszutauschen. Ich wollte wissen ob mein Gegenüber die Geschichte genauso interpretiert wie ich.
Normalerweise, schreibe ich meine Rezensionen immer höchstens 2-3 Tage nach dem Lesen. Bei diesem Buch, habe 1 ganze Woche damit gewartet, weil ich mir über so vieles in dem Buch klar werden musste. Ich habe lange überlegt was ich schreibe und wie ich es schreibe, ohne das ich zu viel verrate oder euch Angst davor zu machen, dieses Buch zu lesen. Ich hoffe, dass ich das auch gut umgesetzt habe.


--Fazit--

Ich bin lange an dem Buch vorbeigeschlichen und nun froh es endlich gelesen zu haben. Es ist ein unglaublich schönes Buch. Charaktere, Schauplätze und Geschehen sind wunderschön beschrieben. Antonia Michaeles Schreibstil ist poetisch und lässt sich richtig gut und flüssig lesen. Das Buch hinterlässt etwas nach dem Lesen. Ein Gefühl, ein Bedürfnis und es ist sehr aufwühlend. Trotzdem kann ich es nur weiter empfehlen. Lesen sollte man das aber erst ab 14.

Kommentare

  1. Hey :)
    Tolle Rezi! Ich war von dem Buch genauso begeistert wie du, und ich bin erst 12. Also denke ich, dass jeder für sich entscheiden muss, ab wann er ein Buch liest.
    Trotzdem hast du das Lesefeeling gut zum Ausdruck gebracht. Ich werd ab jetzt auf jeden Fall öfter bei dir vorbei schauen! :)

    Liebe Grüße,
    Cat

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